Forschung

Democracy Jam

© Ananda Rieber (www.ananda-rieber.de)
Ein Game Jam über das Stärken von politischer Teilhabe mit Hilfe von digitalen Spielen.

Die Jugend wird immer unpolitischer? Ganz und gar nicht! Sie findet im politischen Betrieb nur nicht immer den passenden Kanal für ihre Anliegen. Wie bringt man die digitale und die politische Welt zusammen? Welche neuen Formate der politischen Bildung können insbesondere junge Menschen motivieren, sich zu engagieren? Einen vielversprechenden Ansatz bieten Games, denn ihre Interaktivität und Motivation ermöglichen das Erlebnis von Selbstwirksamkeit, also die Erfahrung, selbst etwas zu bewegen.

Die Stiftung Digitale Spielekultur und die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) haben deshalb Spieleentwickler*innen sowie Stipendiat*innen der Begabtenförderung eingeladen, kreative und spannende Lösungen für Demokratieteilhabe in einem 48-stündigen Democracy Jam zu finden. Vom 4. bis 6. Oktober 2019 sind in der Games Academy in Berlin so fünf Spieleprototypen zur Stärkung von Demokratie und politischem Diskurs entstanden.

Ablauf und Ergebnisse

Der Jam

Mit einem Impulsvortrag von Jörg Friedrich, Mitgründer des Indie-Entwicklerstudios Paintbucket Games („Through The Darkest of Times“), starteten die Teilnehmenden in die Konzeption eigener Spielideen. Dabei sind unter anderem Prototypen für digitale und analoge Spiele entstanden, die über die eigene politische Haltung reflektieren lassen oder ein bestimmtes politisches Problem beleuchten. Zwei der entstandenen Spielideen werden aktuell von der KAS gemeinsam mit den Spieledesigner*innen weiter entwickelt, um diese in der politischen Arbeit einzusetzen.

Die Spiele

In „Democrazy – Du entscheidest!“ starten Spieler*innen als Bürgermeister*in und müssen kommunale Herausforderungen bewältigen. Im Anschluss an ihre Entscheidungen werden ihnen dabei sofort die Reaktionen der virtuellen Bürger*innen in Form von Tweets und Co. überbracht. „Was, wenn unsere Gesellschaft ein Eintopf wäre?“ hingegen ist ein analoges Kartenspiel, mit dem man hervorragend ein politisches Gespräch beginnen und viel über sein eigenes politisches Bewusstsein lernen kann.

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