Forschung

Fachkonferenz „Demokratie durchgespielt?“

© adil nahim auf Pixabay
Potenziale von Games für die digitale Gesellschaft.

Die Stiftung Digitale Spielekultur veranstaltet am 28. Oktober 2020 die Fachkonferenz „Demokratie durchgespielt? Potenziale von Games für die digitale Gesellschaft“. Die vom Medienboard Berlin-Brandenburg geförderte Veranstaltung richtet sich an Expert*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Games-Branche und stellt einen Tag lang die Frage in den Mittelpunkt, wie Demokratie im digitalen Zeitalter von Games profitieren kann. Die Konferenz wird komplett digital stattfinden.

Die ganztägige Veranstaltung wird zur Diskussion stellen, wie digitale Spiele das politische Verständnis junger Erwachsener schärfen und demokratische Werteorientierungen fördern können. Im Rahmen verschiedener Foren werden Expert*innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen Themen wie die Einsatzfelder und Entwicklungsprozesse von Games im Kontext politischer Teilhabe diskutieren. Darüber hinaus stehen auch medienübergreifende Phänomene wie die Gestaltung von Kommunikation und Partizipation im digitalen Raum zur Debatte.

Gefördert von

Folgende Tracks stehen zur Auswahl:

Track I: „Non-Profit Gaming? Möglichkeiten zum Einsatz digitaler Spiele im Non-Profit Sektor“

Mit Games den digitalen Wandel gestalten – aber wie? Vertreter*innen aus dem Non-Profit Sektor und der Games-Branche berichten von Pilotprojekten, erprobten Ideen, Erfolgen und Fehlschlägen. Ein Forum für Lehren aus der jüngeren Vergangenheit und neuen Impulsen für die Zukunft.

Track II: „Der Demokratie-Simulator 2020: Games als Abbild politischer Systeme“

Gaming ist kein Nischenthema mehr, denn knapp die Hälfte der Deutschen spielt. Welche demokratischen Systeme kommen bereits heute in digitalen Spielen zum Einsatz? Ist ein Spiel automatisch „serious“, sobald es um Politik geht und was ist eigentlich ein „politisches Spiel“?

Track III: „Empörung statt Empowerment? Demokratie in Zeiten von Hatespeech und digitalen Diskursen“

Durch digitale Kommunikation hat sich unser Bild von Öffentlichkeit verändert. Hetze, Diskriminierung und Lügen scheinen präsenter denn je und politische Auseinandersetzungen werden zur emotionalisierten Schlacht um die Meinungsführung. Ist der Kampf gegen Hatespeech und Fake News eine zivilgesellschaftliche Aufgabe oder schenkt man damit einer kleinen Gruppe an „Trollen“ nur unnötig viel Aufmerksamkeit?