Projekttage Games – Berlin/Brandenburg

Bewerbungsphase für Berliner und Brandenburger Schulen gestartet

Interessierte Schulen aus Berlin und Brandenburg können sich bis zum 28. Februar 2020 bei der Stiftung Digitale Spielekultur
bewerben. Bitte nutzen Sie dafür das Bewerbungsformular und geben Sie den gewünschten Themenschwerpunkt und Terminvorschläge sowie Alter und Anzahl der Schüler*innen an.

Digital- und Medienkompetenz sind für die Entwicklung junger Menschen ein essentieller Bestandteil. In Bildungskonzepten wird seit langem gefordert, dass auch diese Aspekte zur schulischen Ausbildung gehören sollten. Die Realität sieht an vielen Schulen allerdings aufgrund mangelnder finanzieller und technischer Ressourcen anders aus. Insbesondere in strukturschwachen Regionen kann diese Kompetenzvermittlung kaum neben dem regulären Schulgeschäft geleistet werden.

Nicht nur trägt dies zur Chancenungleichheit im Bildungssystem bei – es verschenkt wertvolles Potenzial von Kindern und Jugendlichen, die sich für Programmieren, Coden und/oder Ausbildungen im Games-Bereich interessieren (Game Designer, Artist, Entwickler usw.). Darüber hinaus mangelt es an Möglichkeiten, Jugendliche auch im Schulkontext verantwortungsvoll an das Medium Games heranzuführen, wodurch die pädagogischen Potentiale von digitalen Spielen unerkannt bleiben.

Hier knüpft die Idee der „Projekttage Games – Berlin/Brandenburg“ an. Gemeinsam mit Schaffenden aus der Games-Branche bietet die Stiftung Digitale Spielekultur auch 2020 wieder ganztägige Projekttage an Schulen in Berlin und Brandenburg an. Im Mai und Juni soll Kindern und Jugendlichen in der Schule die Möglichkeit gegeben werden, verschiedene Themen der Spielekultur medienpädagogisch aufzuarbeiten, bzw. an Coding- und Programmierworkshops, Design-Kursen u. ä. teilzunehmen, um erste Einblicke in die Berufswelt Games zu bekommen. Zu diesen zwei großen Themenfeldern (s. unten) können verschiedene Workshops parallel durchgeführt werden, sodass ein Projekttag sowohl für einzelne Klassen, als auch für eine gesamte Jahrgangsstufe angeboten werden kann. Gefördert wird das Projekt erneut vom Medienboard Berlin Brandenburg.

Gefördert vom

Ansprechpartnerin

Mona Brandt

Mona Brandt

Projektleiterin

Bei Fragen oder Anmerkungen zu den Projekttagen können Sie sich gerne an Mona Brandt wenden.

Bestandteile der Projekttage

Sie haben die Möglichkeit, aus zwei verschiedenen Schwerpunkten zu wählen. Je nach Anzahl der teilnehmenden Schüler*innen können mehrere Workshops parallel angeboten werden. Bitte informieren Sie sich über die möglichen Themenfelder und geben Sie diese bei der Bewerbung mit an.
Eine Lehrkraft sollte sowohl aus versicherungstechnischen als auch pädagogischen Gründen während des Projekttages anwesend sein.
Achtung: Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Anreisezeiten der Expert*innen ein Projekttag nicht vor 09:00 Uhr beginnen kann.

Digitale Spiele im Unterricht (empfohlen für Klassenstufen 7-9)

Durch geschulte Medienpädagog*innen sollen jüngere Schüler*innen an einen verantwortungsvollen Umgang mit Games bzw. an die pädagogischen Potenziale digitaler Spiele herangeführt werden. Dies kann einerseits durch den Einsatz sogenannter Serious Games, welche konkret für den pädagogischen Zweck entwickelt wurden, als auch kommerzieller Unterhaltungstitel, die für das jeweilige Ziel zweckentfremdet werden, erfolgen. Letztere bieten den besonderen Vorteil, dass sie im realen Lebensalltag von Schüler*innen eine wesentlich bedeutendere Rolle spielen und die Verknüpfung mit bestimmten Lernzielen größere Anschlussfähigkeit bietet. Dies soll mit klassischen Unterrichtsfächern verbunden werden, um eine konkrete Anbindung an den Schulalltag zu erreichen.

Mögliche Oberthemen sind u. a.:

  • Digitale Spiele als Zugang zu Kunst und Design (z. B. Typoman, Okami)
  • Geschichte erlebbar machen (z. B. Valiant Hearts, Assassin’s Creed Origins)
  • Kreatives Schreiben (z. B. Brothers: A Tale of Two Sons, Don’t Starve)
  • Physik-Experimente (z. B. Portal 2)
  • Reflektion von Moral und Werten (z. B. Life is Strange, Papers, please)
  • Geschlecht und Gesellschaft (spielübergreifende Diskussionen)
  • Politik und Gesellschaft (z.B. Through the Darkest of Times, This War of Mine)
Berufsvorbereitung für die Digitalbranche (empfohlen für Klassenstufen 10-12)

Durch die fortschreitende Digitalisierung eröffnen sich neue Berufsfelder, auf die herkömmliche Berufsvorbereitungsmaßnahmen in der Schule nur mangelhaft vorbereitet sind. Besonders der vielfältige Arbeitsmarkt der Videospielbranche ist für Berufseinsteiger*innen schwer zu überschauen. Vor allen in ländlichen Regionen mangelt es darüber hinaus auch an außerschulischen Stellen, die über diese zukunftsträchtigen Berufe aufklären können. Deshalb sollen Expert*innen aus der Region Berlin-Brandenburg in die Schulen eingeladen werden, um über ihren Beruf zu sprechen und Fragen der Schüler*innen zu beantworten.

Welche Berufsbilder genau besprochen werden, wird im Vorfeld mit den bestehenden Akteuren gemeinsam abgestimmt. Generell sollte unabhängig von den Spezialisierungen der anwesenden Expert*innen das breite Spektrum der Berufe in der Spielebranche verdeutlicht werden. Zu den möglichen Berufsfeldern, die vorgestellt werden können, gehören u. a.:

– Animation
– Community Management
– Game Design
– Grafikdesign
– Level Design
– Lokalisation
– Producing
– Programmierung
– Sound Design
– Writing / Interaktive Narration

Expliziter Bestandteil dieser Projekttage sind Berufs- und Studienorientierung, um den Jugendlichen Ausbildungs- und/oder universitäre Wege in die Games-Branche aufzuzeigen.
Damit die Jugendlichen nicht nur theoretischen Input bekommen, sondern auch selbst aktiv werden, sollen im Zusammenhang mit diesen berufsvorbereitenden Vorträgen auch Game Design-/Coding-Schnupperkurse durchgeführt werden, in denen sie sich selbst grundlegende Fertigkeiten erarbeiten. Dabei können die Jugendlichen in Teams bestimmte Ideen in Programmen wie etwa dem Game Maker oder Scratch umsetzen und sich dabei Ratschläge von den anwesenden Expert*innen einholen. Bei einem Expert*innen-Vortrag inklusive Fragerunde von 60 Minuten sollten für diesen aktiven Part wenigstens zwei Unterrichtsdoppelstunden à 90 Minuten eingeplant werden.

Bewerbungsformular

z.B. zwei Computerräume mit jeweils 16 Arbeitsplätzen; Klassenräume mit Smartboards ausgestattet; keine technische Ausstattung vorhanden o.Ä.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Anreisezeiten von Expert*innen ein Projekttag nur zwischen 09:00 und 15:00 Uhr möglich ist. Ein genaues Zeitfenster werden wir mit Ihnen abstimmen.