Bildung

Projekttage Games Berlin-Brandenburg

© Jenny Neufeld für Stiftung Digitale Spielekultur
Malina Riedl
Projektmanagerin Projekttage Games Berlin-Brandenburg
Im Rahmen der Projekttage bieten wir für Schüler*innen sowohl digitale Workshops als auch ganztägige Präsenzworkshops an Schulen in Berlin und Brandenburg an.

Digital- und Medienkompetenz bilden einen essenziellen Bestandteil der Entwicklung junger Menschen. In Bildungskonzepten wird seit langem gefordert, dass auch diese Aspekte zur schulischen Ausbildung gehören sollten. Die Realität sieht an vielen Schulen allerdings aufgrund mangelnder finanzieller und technischer Ressourcen sowie teilweise fehlender Fortbildungsangebote bei den Lehrkräften anders aus. Insbesondere in strukturschwachen Regionen kann diese Kompetenzvermittlung kaum neben dem regulären Schulunterricht geleistet werden. Nicht nur trägt dies zur Chancenungleichheit im Bildungssystem bei – es verschenkt auch wertvolles Potenzial von Kindern und Jugendlichen, welche mit digitalen Spielen auf ganz andere Art und Weise zu erreichen sind.

Hier knüpft die Idee der „Projekttage Games – Berlin/Brandenburg“ an. Gemeinsam mit Games-Schaffenden bietet die Stiftung Digitale Spielekultur ganztägige Projekttage an Schulen in Berlin und Brandenburg an. Von März bis Juni 2021 wird Kindern und Jugendlichen in der Schule sowie – pandemiebedingt – während digitaler Workshops die Möglichkeit gegeben, verschiedene Themen der Spielekultur medienpädagogisch aufzuarbeiten. Des Weiteren können sie an Coding- und Programmierworkshops, Design-Kursen und ähnlichen Angeboten teilnehmen, um erste Einblicke in die Berufswelt von Games zu erhalten. Zu diesen zwei großen Themenfeldern können verschiedene Workshops sowohl für einzelne Klassen als auch parallel für eine gesamte Jahrgangsstufe durchgeführt werden.

Gefördert wird das Projekt vom Medienboard Berlin Brandenburg.

Bitte beachten: Die Bewerbungsphase für die Projekttage Games 2021 endet am 14. Mai 2021. Bei entsprechend früher Anmeldung (vier Wochen Vorlaufszeit) können die ersten Projekttage aber bereits ab dem 01. April 2021 stattfinden.

Bestandteile der Projekttage

Bitte informieren Sie sich über die möglichen Themenfelder und geben Sie diese bei der Bewerbung mit an. Über die Themenwahl hinaus bietet die Stiftung Digitale Spielekultur in diesem Jahr die Möglichkeit zwischen zwei Formaten zu wählen. Neben den bewährten lokalen Projekttagen an den Schulen, können alle Themen in diesem Jahr auf Wunsch auch in digitalen Workshops bearbeitet werden. Eine Lehrkraft muss in beiden Fällen sowohl aus versicherungstechnischen als auch pädagogischen Gründen während des Projekttages anwesend sein.

Zu beachten bei Präsenzworkshops:, Aufgrund der Anreisezeiten der Expert*innen beginnen die Workshops vor Ort nicht vor 09:00 Uhr.

Schwerpunkt I: Digitale Spiele im Unterricht & Stärkung der Medienkompetenz

Klassenstufen: empfohlen für Klassenstufe 7-9

Durch geschulte Medienpädagog*innen sollen Schüler*innen der Sekundarstufe I an einen verantwortungsvollen Umgang mit Games und an die pädagogischen Potenziale digitaler Spiele herangeführt werden. Dies kann einerseits erfolgen durch den Einsatz sogenannter Serious Games, welche konkret für den pädagogischen Zweck entwickelt wurden, anderseits auch durch kommerzielle Unterhaltungstitel, die für das jeweilige Ziel zweckentfremdet werden („Serious Gaming“). Unterhaltungstitel bieten den Vorteil, dass sie im Medienalltag von Schüler*innen eine bedeutende Rolle spielen und mit ihnen verknüpfte Lernziele anschlussfähiger sind. Diese Lernziele können direkt dem Lehrplan regulärer Unterrichtsfächer entnommen werden. Eine Übersicht an Beispiel-Titeln finden Sie in unserer Datenbank für Games mit pädagogischem Potenzial.

Themenvorschläge:

  •     Digitale Spiele als Zugang zu Kunst und Design (z. B. GRIS, Okami)
  •     Geschichte erlebbar machen (z. B. Valiant Hearts, Assassin’s Creed Origins)
  •     Kreatives Schreiben (z. B. Gone Home, Don’t Make Love)
  •     Physik-Experimente (z. B. Portal 2, Bridge Constructor Portal)
  •     Reflektion von Moral und Werten (z. B. Life is Strange, Papers, please)
  •     Geschlecht und Gesellschaft (spielübergreifende Diskussionen)
  •     Politik und Gesellschaft (z.B. Through the Darkest of Times, This War of Mine)

Schwerpunkt II: Berufsbilder der Games-Branche

Klassenstufen: empfohlen für Klassestuffe 10-12

Im Zuge der Digitalisierung ergeben sich neue Berufsfelder, auf die herkömmliche Berufsvorbereitungsmaßnahmen in der Schule nur begrenzt vorbereiten können. Der vielfältige Arbeitsmarkt der Spielebranche ist für Berufseinsteiger*innen schwer zu überschauen. In ländlichen Regionen mangelt es darüber hinaus an berufsfeldorientierenden Stellen, die über diese zukunftsträchtigen Berufe aufklären können. Deshalb laden wir Berufstätige aus der Games-Branche aus der Region Berlin-Brandenburg in die Schulen ein, um über ihren Beruf zu sprechen und Fragen der Schüler*innen zu beantworten, um so erste Einblicke in den Berufsalltag in dieser Branche zu geben.

Welche Berufsbilder genau besprochen werden, wird im Vorfeld mit den bestehenden Akteur*innen abgestimmt. Generell sollte unabhängig von den Spezialisierungen der anwesenden Expert*innen das breite Spektrum der Berufe in der Games-Branche verdeutlicht werden.

 

Mögliche Berufsfelder:

  •     Animation
  •     Game-Design
  •     Grafik-Design
  •     Level-Design
  •     Produktion
  •     Programmierung
  •     Sound-Design
  •     Writing / Interaktive Narration

Gefördert von