Kerbal Space Programm

Physik

Die Weltraum-Flugsimulation „Kerbal Space Programm“ ermöglicht es den Spieler*innen, ihr eigenes Raumfahrtprogramm zu leiten. Dabei fungiert man als Helfer*in der sogenannten Kerbals, welche den fiktiven Planteten Kerbin bewohnen. Das Ziel besteht darin, eine funktionierende Rakete zu konstruieren, mit der die kleinen Wesen in den Weltraum vordringen können. Für die Konstruktion der Raketen stehen zahlreiche Bauteile und Module zur Verfügung wie beispielsweise Treibstofftanks, Triebwerke, Stabilisatoren, Entkoppler, Sensoren oder Kommunikationsgeräte. Dabei lassen sich, je nach Mission, unterschiedliche Flugobjekte bauen. Über die Konstruktion hinaus übernehmen die Spieler*innen auch die Steuerung der Raketen und Flugzeuge selbst. Der Simulator vermittelt spielerisch physikalische Zusammenhänge, Grundkenntnisse über die Raumfahrt sowie Wissen zur Astronomie.

Allgemeine Infos

Pädagogische Einordnung
 
Autor*in
Anjin Anhut

Zeitaufwand

Komplexität

Problematische Aspekte

Keine

Spielinhalt

In Kerbal Space Programm bauen die Spieler*innen Stück für Stück ein Raumfahrtprogramm auf, um die Kerbals auf ihren Heimatplaneten Kerbin zu bringen. Dabei stehen die Steuerung und Konstruktion der Raumfahrzeuge im Vordergrund, die auf einer ausgeklügelten Physiksimulation und einem umfassenden System zum Erfinden und Bauen der Vehikel basieren.

Spielmechanik

In einem virtuellen Hangar werden Elemente und Geräte zu frei konfigurierbaren Fluggeräten zusammengesteckt und auf selbst-gesteuerte Testflüge geschickt. Den Spieler*innen werden immer komplexer werdende Flug- und Forschungsmissionen abverlangt, bei denen sie sich Ressourcen für die Entwicklung besserer Fluggeräte und wissenschaftlicher Instrumente erspielen können.

Pädagogische Einsatzfelder

Die Anwendung von Kerbal Space Programm liegt ganz klar im wissenschaftlichen Arbeiten.

Obwohl es eine Wirtschafts- und Geschicklichkeitskomponente in dem Spiel gibt, steht das Entwerfen von Fluggeräten und anschließende Experimentieren in Form von Testflügen im Vordergrund.

Dabei kommt eine komplexe Physiksimulation zum Einsatz, mit der dann kreativ und abwechslungsreich experimentiert werden kann. Sie modelliert Faktoren wie Masse, Trägheit, Beschleunigung, Thermodynamik, Aerodynamik, Energieverbrauch und vieles mehr.

Der Aufgabenkatalog, die sogenannten Contracts, gibt den Spieler*innen mehr oder weniger komplexe Ziele vor, wie z.B. das Verlassen der Erdatmosphäre oder überhaupt etwas zum Fliegen bringen. Als Sekundärziel gilt es stets, die Geräte und Piloten heil zurück zu bringen, sodass auch über die für den Rückweg benötigten Konstruktionen und Ressourcen nachgedacht werden muss. Lehrer*innen sind aber nicht auf die Contracts angewiesen, sondern können über den Sandbox-Mode des Spiels auch eigene Ziele für die Studenten vorbereiten, um die Experimente enger an den Unterricht zu koppeln.

Das Spiel eignet sich besonders für die naturwissenschaftlichen Fächer, weil in der Simulation verschiedene physikalische Prinzipien illustriert und von den Schüler*innen erforscht und ausprobiert werden können. Neben der direkten Darstellung des Verhaltens der Vehikel, werden auch umfassende Zahlenwerte ausgegeben, so dass Zusammenhänge auch mathematisch antizipiert und nachvollzogen werden können. Dadurch eignet sich das Spiel sowohl für die frühe Physik-Lehre als auch für höhere Klassenstufen, in denen mehr mit Formeln gearbeitet wird.

Das Spiel kann von einzelnen Schüler*innen, in kleinen Gruppen oder über eine digitale Tafel gemeinsam mit der ganzen Klasse gespielt werden. Die Bau- und Planungsphasen haben keinen Zeitdruck, so dass man auch in größeren Gruppen in Ruhe Entscheidungen diskutieren und Erwartungen darüber sammeln kann, wie der Testflug ausfallen wird.

Lehrer*innen können frei spielen lassen, sofern ein Tagebuch über die Experimente geführt wird, Ergebnisse gemeinsamen Experimentierens zusammentragen oder Wettbewerbe ausloben.

Trailer
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