Cloud Chasers - Journey of Hope

Ethik | Migration & Flucht | Politik

In „Cloud Chasers- Journey of Hope“ begleiten die Spieler*innen Amelia und ihren Vater Francisco auf ihrer gefährlichen Reise durch die Wüste. Die Mutter ist verstorben, das eigene Land ausgebeutet und vom Krieg gezeichnet, so dass die Familie kein Getreide mehr anbauen kann. Auf der Suche nach einem besseren Leben müssen Vater und Tochter fliehen. Das Spiel thematisiert die Gefahren einer Flucht und versucht somit, einen Beitrag zur Sensibilisierung für ein gesellschaftlich und politisch höchst aktuelles Thema zu leisten, das tausende von Menschen betrifft. Es wird verdeutlicht, welchen Risiken und Bedrohungen Menschen in so einer Situation ausgesetzt sind und wie schwierig es ist, dabei das eigene Überleben, sowie das der Familienangehörigen zu sichern. Darüber hinaus werden den Spieler*innen einige moralische Entscheidungen abverlangt, die sich schließlich auf den Spielverlauf auswirken.

Allgemeine Infos

Pädagogische Einordnung
 
Autor*in
Anjin Anhut

Zeitaufwand

Komplexität

Problematische Aspekte

Das Spiel stellt in Textform Gewalt dar.

Spielinhalt

Cloud Chasers – Journey of Hope spielt in einem fiktiven, vage nahöstlich anmutenden Land, dessen Regenwolken von hochtechnologischen Maschinen systematisch abgeerntet werden, sodass es ohne Wasser ist. Ein Vater und seine Tochter machen sich auf den Weg durch dieses politisch aufgewühlte und ausgebeutete Land, um mit einem selbstentworfenen Fluggerät einzufangen, was von den Regenwolken noch übrigblieb, und woanders eine Zukunft zu finden.

Spielmechanik

Im Spiel erforschen die Spieler*innen eine Wüstenlandschaft und begegnen dabei vielen Orten und Ereignissen, die über Textsequenzen mit Multiple Choice Fragen dargestellt werden. Um die Wüste erfolgreich zu durchqueren, müssen Ressourcen erworben und verwaltet werden. Mit einem Gleiter müssen unter Beschuss durch die Sammelmaschinen Wolken eingesammelt werden, um den Wasservorrat wieder aufzufüllen.

Pädagogische Einsatzfelder

Das Spiel illustriert in einem auf Grundelemente reduzierten Umfang bestimmte politische Dimensionen des Klimawandels und hat durch die Wahl der Akteure auch eine klare Position. Francisco und Amelia (die Protagonist*innen des Spiels) sind Klimaflüchtlinge in einem Land, welches durch Raubbau in eine lebensfeindliche Wüste verwandelt wurde. In diesem Kontext sprechen Text-Ereignisse verschiedene Konsequenzen des Klimawandels und der Ausbeutung interaktiv an.

Das Spiel entfaltet seine Botschaft bereits innerhalb der ersten halben Stunde und kann somit in wenigen Unterrichtseinheiten hinreichend gespielt und nachbereitet werden.

Auch wenn die Flugsequenzen nur von eine*r Spieler*in gesteuert werden können, eignet sich das Spiel doch zum Spielen in kleinen Gruppen. Entscheidungen über die Text-Ereignisse können nach Diskussion und Abstimmung in der Gruppe getroffen werden. Aber auch als Hausaufgabe bzw. Projekt für einzelne Schüler*innen ist das Spiel geeignet, wenn man anregt, ein Entscheidungstagebuch zu führen, um dann anschließend in der Klasse die erlebten Szenarien und getroffenen Entscheidungen zu besprechen.

Die Gestaltung der Akteure (Geflüchtete, Klimaschädiger, Grenzwächter, Fluchthelfer usw.) und ihr Überlebenskampf um knappe Ressourcen wecken Empathie für die Betroffenen

Der Einsatz bietet sich primär in Gesellschaftswissenschaften an, da dort die vom Spiel symbolisierten Zusammenhänge besprochen werden können. Aber auch in Ethik kann es als Rahmen für Diskussionen über das Thema Flucht dienen.

Trailer
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