Anno 1800

Politik | Wirtschaft

Der siebte Teil der Aufbaustrategie und Wirtschaftssimulationsreihe, „Anno 1800“, nimmt die Spieler*innen mit auf eine Reise in die Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Spielerisch bietet das Spiel verschiedene Möglichkeiten. Wählt man beispielsweise die Kampagne, müssen gezielt Missionen erfüllt werden. Im freien Spiel hingegen geht es darum, eine Stadt von Grund auf zu erbauen, zu industrialisieren und schließlich zu expandieren. Möchte man nicht alleine spielen kann man sich im Online Modus anderen Spieler*innen anschließen, um mit oder gegen sie zu spielen. Spieler*innen können über „Anno 1800“ viele Erkenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge oder über den Städtebau erlangen. Das historische Bild, welches das Spiel transportiert, ist jedoch als problematisch zu betrachten, da eine kritische Auseinandersetzung mit der Kolonialzeit und der Sklaverei sowie dem Sklavenhandel komplett fehlt.

Multiplayer

Allgemeine Infos

Pädagogische Einordnung
 

Zeitaufwand

Komplexität

Problematische Aspekte

Keine kritische Auseinandersetzung mit der Kolonialzeit und des Sklavenhandels

Spielinhalt

In einer detailreichen Spielwelt errichten die Spieler*innen ein viktorianisches Kolonialreich und gestalten seine wirtschaftliche und soziale Entwicklung.

Spielmechanik

Die Hauptaufgabe der Spieler*innen ist es eine Wirtschaftsmacht aufzubauen, am Laufen zu halten und weiterzuentwickeln indem sie ihr Imperium vergrößern, Handel treiben oder Krieg führen. Aus der isometrischen Perspektive errichten sie Behausungen, Rohstoff-Quellen und verarbeitende Betriebe.

Pädagogische Einsatzfelder

Die Spieler*innen von Anno 1800 bekommen einen Einblick in die Epoche der industriellen Revolution. Dabei durchläuft ihre Nation mehrere technische Entwicklungsschritte. Die Spieler*innen müssen dazu Rohstoffe abbauen, Produktionsketten aufbauen und managen. Das historische Setting des Spiels kann als Aufhänger für einen politischen Diskurs aufgegriffen werden.

Eine pädagogische Thematisierung des Spielinhalts ist möglich, indem der geschichtliche und wirtschaftliche Gehalt des Spiels hinterfragt und mit den realen (historischen) Verhältnissen verglichen wird. Durch die anschauliche Darstellung komplexer Produktionsketten lässt sich das Wirtschaftssystem des Kolonialismus aufarbeiten.
Im Spiel werden darüber hinaus auch Aspekte wie Umweltverschmutzung und Klassengesellschaft thematisiert.

Die pädagogischen Potentiale von Anno 1800 werden bestmöglich durch eine Kontextualisierung und Begleitung durch pädagogisches Fachpersonal erreicht, da das Spiel einen starken Flow-Effekt erzeugt. Spieler*innen können sich ohne Anleitung leicht im Spiel verlieren und einen pädagogisch intendierten Aspekt aus den Augen verlieren. Eine klare Aufgabenstellung zu Beginn und möglicherweise eine Erinnerung während des Spielens sind daher sinnvoll. Aufgrund seiner Komplexität empfiehlt sich der Einsatz des Spiels erst mit Jugendlichen ab ca. 14 Jahren. Anno 1800 ist zudem ein Spiel mit langsamer Spielgeschwindigkeit, weshalb ein hoher Zeitaufwand notwendig ist.

Trailer
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Bitte beachten Sie, dass beim Anschauen der Trailer/Videos Daten an YouTube übertragen werden können.

Icons erstellt von Freepik from http://www.flaticon.com