foundations@gamescom: Rundgang stößt bei Führungskräften aus Stiftungswesen auf großes Interesse

Einen Tag lang in die Welt der Computer- und Videospiele eintauchen, neue Kontakte knüpfen und die Schnittpunkte zwischen Games, Bildung und Demokratie diskutieren: Am 21. August 2025 hat die Stiftung Digitale Spielekultur in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung und der WHU – Otto Beisheim School of Management über 40 Führungskräfte dazu auf die gamescom eingeladen – darunter viele Personen aus dem Stiftungswesen. Eröffnet wurde das „foundations@gamescom“-Programm am Donnerstagmorgen durch Nandita Wegehaupt (Geschäftsführerin, Stiftung Digitale Spielekultur), Olaf Zimmermann (Geschäftsführer, Deutscher Kulturrat und Beiratsvorsitzender, Stiftung Digitale Spielekultur), Marek Wallenfels (Director Bildung und Next Generation, Bertelsmann Stiftung) und Dr. Peter Kreutter (Managing Director Foundations, WHU).
Beim Rundgang über das größte Games-Event der Welt erwartete die Teilnehmenden am Vormittag ein abwechslungsreiches Programm. Zwischen den haushohen Ständen internationaler Games-Anbieter machte der Rundgang am Stand der in Deutschland entwickelten Städtebau-Simulation „Anno 117: Pax Romana“ Halt, wo Karsten Lehmann (Public Affairs Director Germany, Ubisoft) Einblicke in die Entwicklung der genreprägenden Spielereihe gab. Nach einem Grußwort von Felix Falk (Geschäftsführer, game – Verband der deutschen Games-Branche) besuchte die Gruppe anschließend die Indie Arena Booth (IAB), der größte Gemeinschaftsstand der Welt für kleine und unabhängige Spielestudios. Stephanie Lang (Chief Operating Officer, Super Crowd Entertainment) führte den Rundgang auf der IAB vom Gemeinschaftsstand des „Press Start: Gründungsstipendium Games“, über den Stand der Simulation „ESA Shield“ des Games Lab der Hochschule Darmstadt bis zum Stand der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die mehrere Spiele zum Thema Demokratie auf der gamescom präsentierte. Inputs gab es dabei u. a. von Beck Niederländer (Projektmanagement, Press Start / Stiftung Digitale Spielekultur), Prof. Stephan Jacob (Professor für Game Design und Development, Hochschule Darmstadt) und Dr. Felix Zimmermann (Referent für Games-Kultur, politische Bildung und Extremismus, bpb). Abschließend machte der Rundgang beim Stand der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) Halt, um von Johanna Baier (Koordinatorin IARC, USK) mehr über den Jugendschutz bei Games zu erfahren und ein druckfrisches Exemplar des neuen Elternratgebers für digitale Spiele zu erhalten, den die USK gemeinsam mit der Stiftung Digitale Spielekultur zum Start der gamescom veröffentlicht hat.
Im Anschluss an die Mittagspause wurde allen Teilnehmenden ermöglicht das Nachmittagsprogramm des gamescom congress zu besuchen. Der gamescom congress ist Europas führende Konferenz rund um die Potenziale von Computerspielen und findet angeschlossen an die gamescom auf dem Gelände der Koelnmesse statt. Unter dem Titel „Von Zuversicht, Potenzialen und offenen Baustellen: Politische und gesellschaftliche Perspektiven von Gaming Communities in Deutschland“ präsentierten Jessica Gerke und Joachim Rother von der Bertelsmann Stiftung eine neue Studie, die erstmals systematisch untersucht, wie Spielende in Deutschland zu Demokratie, gesellschaftlichen Themen und politischem Engagement stehen. Die Ergebnisse diskutieren im Anschluss Joachim Ebmeyer (MdB, CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Stephan Bliemel alias Steinwallen (Content Creator), Regina von Görtz (Director Demokratie und Zusammenhalt, Bertelsmann Stiftung) und Nandita Wegehaupt, moderiert von Stefanie Langer. Parallel bot der Workshop „Vom Spielen zum Gestalten: Mit Game Design Future Skills in der Schule und Jugendarbeit fördern“ Hands-On-Einblicke in die Lehr- und Lernpraxis mit digitalen Spielen. Präsentiert wurde der Workshop von den Verantwortlichen des GamesTalente-Programms bei Bildung & Begabung und Stiftung Digitale Spielekultur, Florian Bender und Benjamin Hillmann. Für die Durchführung waren Dr. Christian Gebauer (Videogame Didactic Lab) und Katharina Ziolkowski (Co-Gründerin, Cozy Raven Interactive) verantwortlich. Im Anschluss lud das Projekt „Schule mit Games gestalten NRW: Demokratie und Teilhabe spielend fördern“ zur Diskussion erster Zwischenergebnisse. Über die Chancen und Herausforderungen beim Einsatz von digitalen Spielen im Unterricht diskutierten Dr. Lisa König (Stellv. Direktorin des Zentrums für didaktische Computerspielforschung) Monika Pieper (Referentin Digitalisierung, Ministerium für Schule und Bildung NRW) und Linda Scholz (Redaktionsleitung, Spieleratgeber NRW) zusammen mit Projektleiter Christian Huberts (Stiftung Digitale Spielekultur) das gemeinsame Vorhaben.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Kooperationspartnern und Teilnehmenden von „foundations@gamescom“ sowie dem game-Verband für die Unterstützung des Formats! Moderiert wurde der Rundgang von Malina Riedl, Niels Boehnke und Christian Huberts von der Stiftung Digitale Spielekultur, für die Organisation war Benjamin Hillmann verantwortlich (Kontakt: hillmann[at]stiftung-digitale-spielekultur.de).