Forschung

Initiative: Erinnern mit Games

© iStock | blazekg
Mona Brandt
Projektleitung Erinnern mit Games
Wie können digitale Spiele zur Erinnerungskultur beitragen?

Welchen Beitrag leisten Games für die Erinnerungskultur im digitalen Zeitalter? Und wie können sie der großen Verantwortung, die aus der Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit erwächst, besser gerecht werden?

Digitale Spiele greifen schon seit ihren Anfängen historische Ereignisse als Thema und Schauplatz auf. Doch gerade die Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus im Kontext von Games ist ein sensibles Thema, das intensive Aufmerksamkeit voraussetzt. Die Potentiale von Spielen als Impulsgeber und Diskursmedium können genutzt werden, um Erinnerungskultur auch digital lebendig zu halten – gerade und besonders im Angesicht der zunehmenden gesellschaftlichen Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen und des langsamen Verschwindens der letzten Zeitzeug*innen des Holocaust. 

Mit unserem Projekt „Pitch Jam: Memory Culture with Games“ haben wir die zentrale Frage erforscht, wie sich ein respektvoller und sensibler Umgang von digitalen Spielen mit Geschichte und insbesondere der Zeit des Nationalsozialismus entwickeln lässt. Im Rahmen unseres Projekts „Pitch Jam“ sind in der interdisziplinären Die Zusammenarbeit mit Games-Entwickler*innen und Menschen aus der erinnerungskulturellen Arbeit sind erste Ergebnisse entstanden, die in ihrem interdisziplinären Ansatz bislang einmalig sind. Sie sind der Grundstein der Initiative „Erinnern mit Games“ und sollen eine Orientierung bei der Ideenentwicklung erinnerungskultureller Digitalformate liefern.

Bei uns finden Sie regelmäßg interessante Gastbeiträge, aktuelle Informationen und Hinweise zu ähnlichen Projekten oder Veranstaltungen rund ums Thema Erinnerungskultur mit Games.

Wenn Sie gern selbst einen Gastbeitrag übermitteln oder über Veranstaltungen oder Projekte zum Thema informieren wollen, kontaktieren Sie uns gern. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.
Mona Brandt
Projektleitung Erinnern mit Games
Christian Huberts
Projektmanager Erinnern mit Games, Quartett der Spielekultur

Handbuch: Erinnern mit Games

Welchen Beitrag können Games für die Erinnerungskultur im digitalen Zeitalter leisten? Wie können sie der großen Verantwortung, die aus der Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus erwächst, besser gerecht werden? Mit zehn Leitfragen und Fachbeiträgen von Expert*innen, bietet die Stiftung Digitale Spielekultur grundlegende Orientierung für einer respektvolle, fundierte und involvierende Vermittlung der Vergangenheit mit digitalen Spielen.
Das Handbuch versammelt neben leitenden Fragestellungen und Fachexpertise auch sieben innovative Spielkonzepte, die im interdisziplinären Austausch von Spielentwickler*innen, Geschichtswissenschaftler*innen und Gedenkarbeiter*innen entstanden sind und steht kostenlos zum Download verfügbar.

Booklet: Erinnern mit Games - Zehn Leitfragen zur digitalen Erinnerungskultur (DE/EN)

Wie kann ein respektvoller und sensibler Umgang von digitalen Spielen mit Geschichte und insbesondere der Zeit des Nationalsozialismus entwickelt werden? Die vorgestellten zehn Leitfragen bieten eine Orientierung bei der Ideenentwicklung von spielerischen Formaten in der Erinnerungskultur und lassen gleichzeitig genug Offenheit für kreative Experimente und erinnerungskulturelle Innovationen.

Podcast: Erinnern mit Games

Wie erzählen Games die Geschichte des Nationalsozialismus? Und wie können sie es besser tun? Darum geht es bei Erinnern mit Games, einem Podcast der Stiftung Digitale Spielekultur. In sechs Folgen bringen die beiden Journalisten Marcus Richter und Dennis Kogel Menschen aus zwei Welten zusammen, aus Games und Erinnerungskultur, und fragen, was sie voneinander lernen können und wie Spiele dazu beitragen können, dass der Faschismus nie wieder stark wird.

 






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