Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ist eine freiwillige Einrichtung der Computerspielewirtschaft. Sie ist zuständig für die Prüfung von Computerspielen in Deutschland. Am Ende eines gemeinsamen Verfahrens vergeben staatliche Vertreter die Alterskennzeichen. Das System stellt sicher, dass Computerspiele nur an Kinder und Jugendliche abgegeben werden, wenn die Inhalte für ihre Altersgruppe freigegeben sind. Diese Einstufungen richten sich nach dem Jugendschutzgesetz.

Prüfverfahren zur Alterskennzeichnung

Die USK organisiert einen weltweit einmaligen, aufwändigen Prüfprozess, in dem Jugendschutzsachverständige Spiele hinsichtlich ihrer Wirkungsrisiken für Kinder und Jugendliche beurteilen und einem staatlichen Vertreter eine Alterskennzeichnung empfehlen. Das resultierende Alterskennzeichen ist für den Handel rechtlich bindend und für Eltern eine wertvolle Orientierungshilfe beim Spielekauf.

Infos zum Prüfbetriebauf der Website der USK

Online-Spiele

Die steigende Zahl an Spielen, die ausschließlich Online verkauft werden, haben zum intensiven Engagement der USK im Bereich der Online-Spiele geführt. Zahlreiche Mitglieder wie Nintendo, Bigpoint, Pro7/Sat1 oder Gameforge berät die USK dauerhaft zu ihrem Online-Angebot. Auf internationaler Ebene ist die USK Mitgründer von IARC (International App Rating Coalition), einem Zusammenschluss der Institutionen, die ein System für ein weltweit einheitliches Verfahren zur Erstellung von Alterskennzeichen für Spiele erarbeiten.

Interview mit Felix Falk zum IARC-Projekt auf der Website von IGM

Elternratgeber

Gemeinsam mit der Stiftung Digitale Spielekultur, mit Unterstützung der Ständigen Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden und des Computerprojekt Köln e.V. hat die USK einen Elternratgeber erstellt. Er bietet Eltern und Erziehenden wertvolle Tipps zum Umgang mit digitalen Spielen in der Familie. Themen neben dem generellen Umgang mit Spielen in der Familie sind unter anderem die Auswahl geeigneter Spiele, Spielzeitbegrenzungen, technische Jugendschutzmaßnahmen und Online-Spiele.

Der Elternratgeber als PDF

Fünf Fragen an… Felix Falk, Geschäftsführer der USK

Wenn Sie ein Videospiel-Held wären, welcher wären Sie?

Am liebsten Guybrush Threepwood aus Monkey Island. Mit so viel Witz und Charme die größten Abenteuer erleben und dazu in dieser wundervollen Grafik – nichts lieber als das.

Welchen Beitrag leisten digitale Spiele zur Kultur? Oder anders gefragt: Warum sprechen wir eigentlich von digitaler Spielekultur?

Digitale Spiele erweitern die medialen Möglichkeiten, gesellschaftlich relevante Themen ganz anders als Bücher oder Filme umzusetzen und dabei nicht nur ebenso spannend und  variantenreich zu sein, sondern Interaktivität als Element mit noch ungeahnten Möglichkeiten umzusetzen.

Welches Projekte oder Event, welche Initiative, welcher Trend in der Welt der digitalen Spielekultur liegt Ihnen besonders am Herzen?

Die neuen Chancen der digitalen Verbreitung sind in den letzten Jahren bereits deutlich geworden. Gerade auch Indie-Entwickler und ihre ganz eigene Spielekultur bringen Innovationen und unkonventionelle Ansätze hervor. Auf diese weitere Entwicklung bin ich gespannt.

Welche Erwartungen haben Sie an die Stiftung Digitale Spielekultur?

Ich erwarte mir einen intensiven Austausch und eine erfolgreiche Zusammenarbeit der ganz unterschiedlichen Institutionen und Partner. Es war höchste Zeit, dass die ganz verschiedenen Player an ihren Schnittpunkten zum Thema Games zusammenarbeiten.

Ihr bleibendes Zitat zur digitalen Spielekultur?

Computerspiele stehen in der Tradition einer jahrhundertealten Spielekultur, deren Horizont durch die Möglichkeiten des neuen Mediums  atemberaubend erweitert wird.“

Felix Falk

Felix Falk

Geschäftsführer der USK

ist Mitglied im Beirat der Stiftung Digitale Spielekultur

Stets mit Witz, Charme und Beleidigungen bewaffnet: Guybrush Threepwood.