Das SIN – Studio im Netz ist eine seit 1996 bundesweit agierende medienpädagogische Facheinrichtung aus München. Wir konzentrieren den Schwerpunkt unserer Aktivitäten auf den Bereich „Kinder, Jugendliche und digitale Medien“ und sind anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

Computerspiele sind seit Gründung des SIN ein zentrales Thema unserer Aktivitäten. Besonders die Verknüpfung von sinnlichen und digitalen Spiel- und Erlebniswelten sowie location-based-Games sind Tätigkeitsfelder, die wir pädagogisch reflektieren und in Aktionen einbinden. In zahlreichen Projekten, Workshops, Fortbildungen und Club-Angeboten setzen wir uns mit neuen Entwicklungen der Spielkultur auseinander.

Pädi

Mit dem Pädagogischen Interaktiv-Preis „Pädi“ werden seit 1998 Computerspiele, Apps und Websites ausgezeichnet, die Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit nutzen. Der Preis dient in erster Linie Eltern als Orientierungshilfe, um im unübersichtlichen Produkte-Dschungel pädagogisch wertvolle Angebote zu finden. Die Pädi-Gewinner werden von Kindern und Jugendlichen sowie von einer fachkundigen Jury ausgewählt. Die Auszeichnung wird jährlich im November in München vergeben, die Gesamtliste aller Preisträger ist online einsehbar.
Der Pädi ist ein medienpädagogisches Pionierprojekt gerade auch im Hinblick auf die kulturelle Akzeptanz von Games.www.pädi.de

SingStar-Festival

Musik, Tanz, Medien & Kreativität: Beim SingStar-Festival treten Bands aus Münchner Kindertageseinrichtungen vor zahlreichen kleinen und großen Gästen auf und präsentieren ihre Lieblingssongs mit Tanz-Choreographien, Kostümen und Plakaten. Das Produkt SingStar wurde dafür ausgewählt, weil es eine interessante Möglichkeit bietet, um Anliegen der Musik-, Medien-, Kultur- und Kunstpädagogik mit den Interessen der jungen Menschen zu verbinden. Das SingStar-Festival wird seit 2007 jährlich vom SIN – Studio im Netz und dem Referat für Bildung und Sport der LH München veranstaltet.

SingStar-Festival

MuLa – Multimedia-Landschaften für Kinder

Das größte Langzeitprojekt zum „Spielplatz Computer“ in Kindergärten und Kinderhorten läuft bereits seit 1997 als Kooperation des SIN mit der Landeshauptstadt München. Über die Jahre hinweg haben wir unser Projekt MuLa kontinuierlich weiterentwickelt, um auch im Hinblick auf die sich etablierenden medialen Welten frühzeitig Benachteiligungen abzubauen, freie Zugänge zu schaffen und pädagogisch Empfehlenswertes anzubieten und damit auch Bildung neu zu denken. Ein zentrales Anliegen dieses Projekts, digitale Spiele als ein Angebot neben vielen anderen in Kindertagesstätten zu etablieren. Dies geschieht in Form verschiedener Module, seit 2013 auch mit Einsatz von Tablets und kindgerechten Apps.

MuLa

Entdecker gesucht: Mit Augmented Reality den Stadtteil neu gestalten

Im September 2014 starten wir ein neues Projekt, bei dem verschiedene Elemente von location-based-Games, Augmented Reality und Gamification erprobt werden. Die beteiligten Kinder werden den Münchner Stadtteil Westkreuz neu entdecken und medial gestalten, um später eine eigene Anwendung zu kreieren.
Mit diesem Projekt möchten wir ausloten, wie die lokale Umgebung vor Ort mit medialer Unterstützung neu erfahrbar werden kann. Das Projekt wird zusammen mit dem Spielhaus Westkreuz der Spiellandschaft Stadt e.V. realisiert und durch das Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.www.sin-net.de

Fünf Fragen an… Hans-Jürgen Palme, Geschäftsführender Vorstand des SIN

Wenn Sie ein/e Videospiel-Held/in wären, welche/r wären Sie? 

Ein Protoss, um zur Rasse der technologisch Fortschrittlichen zu gehören.

Welchen Beitrag leisten digitale Spiele zur Kultur? Oder anders gefragt: Warum sprechen wir eigentlich von digitaler Spielekultur?

Computerspiele sind eine kulturelle Konsequenz unserer digital geprägten Gesellschaft.

Welches Projekte oder Event, welche Initiative, welcher Trend in der Welt der digitalen Spielekultur liegt Ihnen besonders am Herzen? 

Scratch als Hobbv – eine interessante Entwicklung, da mit dieser Computersprache junge Menschen selbst ein Game gestalten und präsentieren können.

Welche Erwartungen haben Sie an die Stiftung Digitale Spielekultur?

Dass sie vor allem die jungen Menschen bei all ihren Bemühungen im Blick hat und Impulse für eine Gamekultur schafft, die gesellschaftliche Anerkennung findet.

Ihr bleibendes Zitat zur digitalen Spielekultur?

„Gegen den Computer kann man nicht gewinnen!“ (eigenes Zitat)

Hans-Jürgen Palme

Hans-Jürgen Palme

widmet sein Leben der Medienpädagogik...

…die Protoss widmen ihres Aiur!
Bildquelle: Antti Lepistö