Um dem wachsenden Bedarf an der Vermittlung und Entwicklung von Medienkompetenz im Bereich Computer- und Videospiele gerecht zu werden, wurde an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München das Computer-Labor ins Leben gerufen. Studierende haben hier die Möglichkeit, sich pädagogisch mit Medieninhalten auseinanderzusetzen und eigene Medienkonzepte zu entwickeln, die sie später in ihren beruflichen Handlungsfeldern anwenden können. Darüber hinaus können im Labor zahlreiche Computerspiele selbst ausprobiert werden.

Mehr Informationen gibts auf der Homepage der Hochschule München.

Fünf Fragen an das Team

Wenn Sie ein*e Videospiel-Held*in wären, welche*r wären Sie?

Dominik: Sonic the Hedgehog – Schnell, Bunt, Teamplayer

Angelika: Chell aus Portal- mit Kuchen kann man mich einfach gut motivieren

Welchen Beitrag leisten digitale Spiele zur Kultur? Oder anders gefragt: Warum sprechen wir eigentlich von digitaler Spielekultur?

Dominik: Digitale Spiele verbinden auf einzigartige Weise verschiedene Kunstformen und schaffen dabei jedes mal etwas Neues.

Welches Projekt oder Event, welche Initiative, welcher Trend in der Welt der digitalen Spielekultur liegt Ihnen besonders am Herzen?

Angelika: Wenn man es als Trend bezeichnen kann: Die völlig neue Verwendung einiger Spiele durch Kinder- und Jugendliche. Sie werden unglaublich kreativ und entwickeln Dinge, die einen als Erwachsenen nur noch staunen lassen.

Welche Erwartungen haben Sie an die Stiftung Digitale Spielekultur?

Angelika: Vernetzung mit anderen Institutionen und vor allem Lobbyarbeit für die Digitale Spielekultur. Denn es braucht noch einiges an Kraft, dass Spiele in der breiten Öffentlichkeit auch als Kulturgut angesehen werden und somit die Potentiale der genutzt werden können.

Ihr bleibendes Zitat zur digitalen Spielekultur?

Angelika: Leute hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! (Oliver Wendell Holmes, 1809-1894)

Prof. Dr. Angelika Beranek

Dominik Hanakam

(c) Valve 2007: Portal. Chell

(c) SEGA: Sonic the Hedgehog

Beispielprojekte des Medienlabors der Hochschule München

Escape the Room

Ein Klassiker unter den Computerspielen sind ‚Escape the room‘-Spiele. Mittlerweile gibt es neben virtuellen auch offline ‚Escape the room‘-Spiele, die zum Team-Building, in der Freizeit oder in der Jugendhilfe eingesetzt werden. Im Seminar werden zunächst Computerspiele auf typische Elemente (Rätsel, Flow–Erleben etc.) hin analysiert und im nächsten Schritt ein eigenes offline „Escape the room“-Spiel mit digitalen Elementen entwickelt. Im Seminar findet somit eine Verbindung von Medien- und Erlebnispädagogik statt.

Creative Gaming

Perspektiven für einen positiven und kreativen Umgang mit Computer- und Videospielen sollen geschaffen werden. Die Lehrveranstaltung bietet hier eine Vielzahl an Möglichkeiten sich mit der Thematik kreativ auseinanderzusetzen sowie die eigene Medienkompetenz zu erweiteren.

Digitale Spielentwicklung

Gegenstand der Veranstaltung ist die Entwicklung bzw. Konzipierung von digitalen Spielen mit sozialpädagogischem Fokus.