• Zweitägiger Workshop,
  • Anzahl TN: 18,
  • 1 Medienpädagogin (Lead, Lv2), 1 Medienpädagogin (Assistenz, Lv2), ggf. 1-2 Ehrenamtliche für Fahrdienste, insbes. im ländlichen Raum,
  • Hardware: 9 Rechner (gearbeitet wird in Zweier-Gruppen),
  • Anlage X

Pädagogische Zielsetzung und Ansatz

Der Neologismus Machinima setzt sich aus den englischen Begriffen machine und cinema zusammen und beschreibt Filme und Videosequenzen, die innerhalb einer Spiele-Engine erstellt wurden. Anders als bei klassischen Animationsfilmen werden die benötigten Daten in Echtzeit von der Engine berechnet und nutzen für gewöhnlich Elemente, die im Spiel bereits vorhanden sind (Texturen, Sound etc.). Daraus ergeben sich neue kreative Schaffensmöglichkeiten und Jugendliche können so für das Erstellen, Editieren und Vertonen eigener Videoclips begeistert werden.

Ablauf und methodische Umsetzung

Für eine möglichst hohe intrinsische Motivation der Jugendlichen sollten sie die verwendeten Spiele (unter Berücksichtigung der geltenden USK-Freigabe) selbst auswählen können und ggf. von zuhause mitbringen. So kann sichergestellt werden, dass sie mit dem Quellmaterial bereits vertraut sind und vermutlich erste Ideen haben, was sie gerne als Video umsetzen würden. Die Aufgabe der Medienpädagogin ist es, das grundsätzliche Vorgehen zu erklären. Dazu gehören auch der Umgang mit der Hardware sowie der Aufnahme- und Videobearbeitungs-Software. Für die Arbeit mit den Jugendlichen gibt es dafür ausreichend kostenfreie Angebote. Zu Beginn entwerfen die Jugendlichen vorab ein Skript für ihr geplantes Video oder zeichnen ein Storyboard. Teil dieser Vorbereitung können das Setting, die Charaktere, Konflikt und Dialoge sein. Am Ende dieses Schrittes sollten sie wissen, welche Sequenzen sie aufnehmen müssen und was der Inhalt und die Atmosphäre ihres Videos sein sollen. Notwendiges Wissen zu verschiedenen Schnitttechniken o.ä. sollte von der Medienpädagogin aufbereitet und im Raum aufgehängt werden, damit die Jugendlichen diese eigenständig anschauen können, wenn sie Hilfe oder Inspiration brauchen. Dann nehmen die Jugendlichen selbständig die benötigten Spielabschnitte auf und editieren diese anschließend mit Unterstützung durch Medienpädagoginnen. Auf Wunsch können auch Dialoge aufgenommen und integriert werden. Die fertigen Videos können dann in der Gruppe oder vor Publikum angeschaut werden.