Ein voller Saal beim Opening Summit der Games Week. Bild: Fotoagentur FOX / Uwe Völkner

Ein voller Saal beim Opening Summit der Games Week.
Bild: Fotoagentur FOX / Uwe Völkner

Von 8. Bis 13. April fand in Berlin die International Games Week statt. Die Stiftung war als ideeller Partner der gesamten Games Week und Mit-Ausrichter des Gamefest am Computerspielemuseum die ganze Woche auf den verschiedenen Veranstaltungen unterwegs. Eine kleine Rückschau.

Die International Games Week begrüßte ihre Gäste am Dienstag im Café Moskau mit einem prominent besetzten Podium. Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und Björn Böhning, Chef der Staatskanzlei Berlin, betonten die Bereicherung, die die Veranstaltung für Berlin darstellt und lobten die Games Week als neues Highlight neben der Fashion Week, der Berlin Music Week und der Berlinale.

Spannend für die Schöpfer digitaler Spiele war Deutschlands größte Entwicklerkonferenz Quo Vadis. Mit einer explizit internationalen Ausrichtung und knapp 110 Sessions an drei Tagen lockte die Quo Vadis 2.500 EntwicklerInnen aus Deutschland und dem europäischen Ausland nach Berlin. Speaker von Google, Microsoft und Sony, aber auch von unabhängigen Entwicklerstudios bis hin zu Independent-Entwicklern sprachen über die Frage, wo die Industrie aktuell steht und wie die Zukunft aussehen wird. Zentrale Themen waren vor allem Mobile Gaming und das Free2Play-Model.

Fast zeitgleich traf sich die internationale Indiegames-Szene auf dem A MAZE. / Berlin, dem Festival für Independent Games. Auch hier wurde zwei Tage lang über Spieleentwicklung und Finanzierung diskutiert, wichtiger noch waren aber Kunst, Kultur und Philosophie digitaler Spiele. Sternstunden waren die Masterclasses mit Jonathan Blow, dem Macher von Braid, und der Künstlergruppe Tale of Tales, die viel von ihrer Arbeitsphilosophie erzählten und die Beziehung zu ihren eigenen Spielen: „Tatsächlich mögen wir unsere eigenen Spiele sehr gerne. Aber wir sehen immer wieder, dass die Leute unsere Spiele nicht verstehen und frustriert sind. Wir befürchten, dass sie die Spiele nicht verstehen.“ Die Ausstellung und Awardverleihung, die ebenfalls Teil des Festivals waren, zeigten eindrucksvoll die Vielfalt, Kreativität und Innovationskraft der Indie-Szene.

Außergewöhnliche Spiele auf der A MAZE. / Berlin. Bild: Julian Dasgupta

Außergewöhnliche Spiele auf der A MAZE. / Berlin.
Bild: Julian Dasgupta

Als roter Faden durch die gesamte Games Week zog sich das Gamefest am Computerspielemuseum. Mit neuen Programmformaten und vielfältigen Spielen richtete sich das Gamefest besonders an die Spieler selbst, aber auch an alle Neugierigen und Liebhaber. Besonders das Wochenende präsentierte die ganze Bandbreite digitaler Spielekultur: der Auftritt der Let’s Player Gronkh und Sarazar zeigte, dass die Begeisterung für digitale Spiele auf einer Ebene steht mit der für Musik und Filme; der Charity Gaming Marathon stellte sportliche Leistungen von Gamern weltweit unter Beweis und sammelte dabei Geld für den guten Zweck.

Und schließlich bildete der Sonntag den krönenden Abschluss: Bei den Spielungen der Stiftung wurden die drei nomminierten Nachwuchskonzepte für den Deutschen Computerspielpreis vorgestellt, die sich aus den 42 (!) Einreichungen durchsetzen konnten, abgerundet wurde der Tag durch die Nacht des nacherzählten Spiels, gemeinsam mit den Musikern von D’Artagnan. Die Ganze Woche über stand das eigene Erleben im Mittelpunkt des Gamefest: Ob Streetgames, Cosplay oder Escape the Room – die Angebote des Gamefestes richteten sich an ein breites Publikum und zeigten eindrucksvoll, dass digitale Spiele eine Kultur weit über den Bildschirm hinaus inspirieren.

 

Gronk und Sarazar...

Gronk und Sarazar...

...neben ihrem eigenen Bild...

...neben ihrem eigenen Bild...

...in der Hall of Fame des Computerspielemuseums.

...in der Hall of Fame des Computerspielemuseums.