Im Jahr 2011 startete mit games4kalk ein vom Land gefördertes Modellprojekt zum spielerischen Lernen mit Computer- und Konsolenspielen in der Stadtbibliothek Köln. Hier stellt sich das Projekt vor.

Die Stadtbibliothek Köln ist Bibliothek des Jahres 2015. Sie hat rund 87.000 Mitglieder und wird pro Jahr ca. sieben  Millionen Mal genutzt. Zum Service gehören auch aktuelle Bestseller in den Bereichen Belletristik, Sachliteratur, Pop-Musik und Spielfilme. Die Bibliothek bietet eine Vielzahl an Videospielen für alle gängigen Konsolen sowie PC an und flankiert das Gaming-Angebot mit Programmarbeit. Im Jahr 2011 startete mit games4kalk ein vom Land gefördertes Modellprojekt zum spielerischen Lernen mit Computer- und Konsolenspielen in der Stadtbibliothek Köln. Konzeptionell orientiert sich games4kalk an den Leitgedanken des vorangegangenen NRW-Projektes Lernort Bibliothek, das die Bibliothek als einladenden Treffpunkt für Gaming, Web 2.0 und Community Building etablieren möchte.

Fünf Fragen an… das Team Gaming der Stadtbibliothek Köln

1.) Wenn ihr ein/e Videospiel-Held/in wärt, welche/r wärt ihr?

Wir sind Professor Layton und Luke – stets neuen Unternehmungen auf der Spur , wobei die Zusammenarbeit im Team  und mit  Experten beim Auffinden guter Lösungen  unverzichtbar ist  (naja, manchmal kaufen wir auch einen Tipp).

2.) Welchen Beitrag leisten digitale Spiele zur Kultur? Oder anders gefragt: Warum sprechen wir eigentlich von digitaler Spielekultur? 

Digitale Spiele können  Kultur- und Wissensinhalte auch jenseits sogenannter Serious Games spielerisch und interaktiv vermitteln, und kritischer Umgang mit dem Medium sowie Verständnis für die Potenziale digitaler Spiele sind Kulturtechniken des 21. Jahrhunderts.

3.) Welches Projekte oder Event, welche Initiative, welcher Trend in der Welt der digitalen Spielekultur liegt euch besonders am Herzen? 

Wir verfolgen mit besonderem  Interesse Initiativen zur medienpädagogische Vermittlung von Games, denn sie ähneln dem Auftrag von Bibliotheken, Inhalte mit Menschen zusammen zu bringen und durch öffentlichen Zugang zu allen Medienformen die freie Meinungsbildung zu ermöglichen.

4.) Welche Erwartungen habt ihr an die Stiftung Digitale Spielekultur?

Die Stiftung Digitale Spielekultur kann alle relevanten Akteure rund um politische, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte des Mediums Computerspiel fachlich und persönlich zusammenbringen und mit ihrer Plattform einen zentralen Einstieg  auch für flankierende Einrichtungen wie Kultur- und Bildungseinrichtungen bieten.

5.) Euer bleibendes Zitat zur digitalen Spielekultur?

„Das digitale Leben ist eine Mischung aus ‚Realität‘ und ‚Simulation‘, und es wird eine Hauptaufgabe der InformationsexpertInnen sein, hier für Aufklärung und Rat zu sorgen.“  – Mark Buzinkay (2008)

 

Welche Projekte habt ihr bei Games4Kalk

Spieletestergruppe

Im Rahmen unser  Spieletestergruppen testen die Teilnehmer in Begleitung eines Medienpädagogen vom Spieleratgeber NRW Spiele für verschiedene Konsolen und PC und bewerten diese im Anschluss anhand eines speziellen Fragebogens. Dieser ist Grundlage für eine ausführliche Spielebeurteilung, die auf der Internetpräsenz des Spieleratgeber NRW veröffentlicht wird, und im Folgenden als medienpädagogische Orientierung für Eltern, Multiplikatoren und Interessierte dient. Während die wöchentliche Gruppe sich an Jugendliche von 12-15 Jahren richtet, beraten die monatlichen Spieletester-Familien  Eltern und Ihre Kinder bis 10 Jahre zu Medien- und digitaler Spielkultur.

Weitere Informationen: Blogartikel Game Connection / Spieletester-Familien oder www.stbib-koeln.de/gaming

Gaming in der Minibib im Wasserturm

In der Minibib in einem alten Wasserturm in Köln-Kalk stehen Inklusion und niedrigschwellige Angebote im Mittelpunkt. Einmal im Monat wird unter medienpädagogischer Betreuung ein aktuelles Spiel  an der  Xbox One getestet. Teamwork der Teilnehmer und Reflexion über Spieleinhalte sind dabei wichtiger Bestandteil der Veranstaltung.

Weitere Informationen:  Artikel des Kölner Stadtanzeigers, Blogartikel  Gaming in der Minibib im Wasserturm

Minecraft

Minecraft ist in den letzten Jahren zum Phänomen herangewachsen. Als Bibliothek ist es unser Ziel die kreativen Möglichkeiten von Minecraft zu nutzen, um analoge und digitale Medienwelt zusammen zu bringen und die Funktionen einer Bibliothek spielerisch zu vermitteln. Im Rahmen des Projekts „Gecheckt!“ beschäftigten sich die Jugendlichen mit einer Umsetzung des Buchs „Tribute von Panem“während  man sich bei „Dr. Ghosthacker – Nachts in der Bibliothek“ sowohl  im realen als auch digitalen Raum in der Bibliothek bewegte um Hinweise zusammen zu setzen.

Cordula Nötzelmann (l.) und Svenja Isken (r.)

Cordula Nötzelmann (l.) und Svenja Isken (r.)

Die Organisatorinnen hinter games4kalk

Rätsel knacken und anderen Helfen, und zwar im Team. Professor Layton und Luke sind die Helden von Cordula und Svenja.

Projekt: Spieletestergruppe

Projekt: Gaming in der Minibib im Wasserturm

Projekt: Minecraft