Cribster gewannen mit ihrem digitalen Ausmalwettbewerb „Malduell“ als „Bestes Kinderspiel“ 2014 den Deutschen Computerspielpreis. Geschäftsführer Oliver Hengstenberg hat sich die Zeit genommen, für uns ein paar Fragen dazu zu beantworten.

 

Unter der Marke Fold Apps vertreiben Cribster iOS-Spiele für Kinder ab 5 Jahren, die in Zusammenarbeit mit Pädagogen entwickelt werden.

Unter der Marke Fold Apps vertreiben Cribster iOS-Spiele für Kinder ab 5 Jahren, die in Zusammenarbeit mit Pädagogen entwickelt werden.

Worum geht es in „Malduell“?

Zwei Spieler haben die Aufgabe Schablonen zu einem ausgewählten Thema farb- und formgenau auszumalen. Dabei müssen Sie schnell und präzise malen um möglichst viele Punkte zu erhalten. Ein buntes Portfolio an Schablonen wurde liebevoll gestaltet und an die Fähigkeiten der Zielgruppe angepasst. Als besonders kreativer Teil besteht die Möglichkeit selbst Schablonen für eigene Themen zu erstellen und darin gegen Freunde und Familie anzutreten. Die schönsten Kunstwerke der Spieler sind als Collage auf dem Start-Bildschirm der App verewigt.

 

Was unterscheidet es von anderen Spielen seines Genres?

Im Genre “Kinder- und Lernspiele” hebt sich das Malduell vor allem durch die Möglichkeit des gemeinsamen Kreativseins ab. Viele Spiele können von den Kindern nur allein gespielt werden. Das wollen wir anders! Mit Hilfe des Malduells können die Kids ihre sozialen und kompetetiven Fähigkeiten und ihre Stresstoleranz verbessern. Außerdem ist es uns wichtig, dass über Generationen hinweg Geschwister, Eltern und Großeltern zusammen spielen können. Malduell passt die Schwierigkeit automatisch an die Fähigkeiten der Spieler an.

Mit unseren Apps wollen wir nicht einfach herkömmliche Spiele und Spielzeuge kopieren. Solche Kopien verlieren das haptische Element, da das Spiel hinter eine Glasscheibe verbannt ist. Wir nutzen das Potenzial, das neue Medien wie Touchpads mit sich bringen und entwickeln neue Spielkonzepte für diese Medien.

 

Wie entstand die Idee für „Malduell“?

Bevor wir die Idee für das Malduell hatten, haben wir bereits einige Kinder-Apps unter dem Brand FoldApps™ entwickelt, die das miteinander Spielen und die Kreativität fördern. Nun wollten wir ein Spiel schaffen, bei dem die kompetetiven Fähigkeiten der Spieler gefordert und gefördert werden und das aktionsreich ist.

 

Wie haben Sie von der Einreichmöglichkeit beim DCP erfahren?

Der Deutsche Computerspielpreis ist uns seit Jahren bekannt. Einige unserer Branchen-Kollegen sind bereits Preisträger.

 

Janos Kovats, Victoria Herrmann und Oliver Hengstenberg bilden das Team von Cribster. Sie engagieren sich ehrenamtlich auf Kinderfestivals und in der Medienbildung.

Janos Kovats, Victoria Herrmann und Oliver Hengstenberg bilden das Team von Cribster. Sie engagieren sich ehrenamtlich auf Kinderfestivals und in der Medienbildung.

Inwiefern hat die Auszeichnung im Rahmen des DCP Ihrem Spiel bzw. Ihnen weitergeholfen?

Die Auszeichnung unserer App Malduell mit dem DCP 2014 hatte für das Spiel bzw. die Downloadzahlen keinen direkten Effekt. Aber es erleichterte uns die Kommunikation mit Business Kontakten in Deutschland. Wir haben im Oktober das Preisgeld erhalten, um die Entwicklungsarbeiten eines neuen Spieles zu beginnen.

 

Wofür werden Sie das gewonnene Preisgeld einsetzen?

Wir mussten dem BMVI ein Schreiben unterzeichnen, es “für die Entwicklung eines weiteren qualitativ hochwertigen sowie kulturell und pädagogisch wertvollen Computerspiels einzusetzen”. Wir haben einige Konzepte die wir weiterentwickeln, mit Nutzergruppen testen und zu einem neuen Spiel zusammenführen werden, vor allem mit dem Hintergrund die Kreativität und das gemeinsame Spiel zu fördern, und Innovation mit neuesten Medien zu bringen.

 

Haben Sie sich spezielle Gedanken darüber gemacht, wie man ein Spiel für die Jüngsten entwickelt? Hatten Sie eine pädagogische Agenda?

Wir arbeiten eng mit Pädagogen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit zusammen, die uns beraten und den pädagogischen Wert unserer Apps mitgestalten. Die Altersempfehlung für unser Malduell ist ab 5 Jahre, da bestimmte motorische und kognitive Fähigkeiten Voraussetzung sind. Unser Mantra “gemeinsam kreativ spielen” vertreten wir als unsere pädagogische Agenda sowohl bei der Ausgestaltung all unserer Apps als auch bei unserer medienpädagogischen Kinder- und Familienarbeit auf Veranstaltungen.

 

Sie haben im Vorfeld regionale Förderung durch den FilmFernsehFonds Bayern erhalten. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Ohne die Förderunge des FilmFernsehFonds Bayern würde das Malduell nicht existieren. Gerade für kleine Entwicklerstudios ist eine solche Unterstützung essenziell um neue Ideen realisieren zu können und um Aufmerksamkeit zu bekommen. Die formellen Aufwände bei der Abwicklung der Förderung waren niedrig, so dass wir uns sehr gut auf die Produktion konzentrieren konnten. Das Team des FFF Bayern ist außerordentlich nett und es hat großen Spaß gemacht mit Ihnen zusammenzuarbeiten.

 

Malduell ist als iOS-App erhältlich.